Montag, 24. Juli 2017

6 Köpfe 12 Blöcke Buchpartywoche ♥ Lieblingslektüre

Herzlich Willkommen zum zweiten Tag der 6 Köpfe 12 Blöcke Buchpartywoche! Immer wieder wurden wir, die 6 Köpfe - Dorthe, Andrea, Nadra, Verena, Katharina und ich gefragt, welche Bücher wir selbst zu Hause in den Regalen stehen haben und welche davon zu unserer Lieblingslektüre zählen. Dabei fällt es mir gar nicht so leicht, einfach nur EIN Buch zu nennen. Denn die (Näh-)Welt ist bunt und das Bücherregal groß *lach*.

jep, das ist nur ein Teil des Bücherregals

Das allererste Buch zum Thema Nähen habe ich mir vor über zehn Jahren gekauft. Es heißt "Das große Handbuch Quilten & Patchwork", ist ein sehr umfangreiches Nachschlagewerk, erschienen im OZ Verlag und wird heute leider zum zwei bis vierfachen des damaligen Kaufpreises gehandelt, womit es leider keine großartige Empfehlung mehr darstellt. 


Ein aktuelleres Grundlagen- Buch habe ich euch vor knapp zwei Jahren vorgestellt. Den Artikel über  "Quiltessential - Patchwork und Quilt - Die Grundlagen" von Erin Burke Harris findet ihr HIER. Und darüber hinaus meine Vorstellung des Buches "Nähen- einfach, achtsam, kreativ" meiner lieben 6- Köpfe- Kollegin Andrea Kollath HIER.

Da die (Näh-) Welt nicht nur bunt, sondern vor allem auch groß ist, ist es mir eine besondere Freude, die Bücher meiner "quilty friends" zu sammeln. Die Werke von Katja Marek, Rebecca Bryan oder Janice Zeller Ryan sind mir aufgrund der Bekanntschaften und persönlichen Signaturen besondere Schätze.


Und während ich euch von jedem dieser Bücher begeistert vorschwärmen könnte, habe ich mir für die heutige Buchvorstellung ausgerechnet ein Buch ausgesucht, welches ich erst zerschneiden musste, um mit ihm arbeiten zu können! *lach* Klingt schrecklich oder? Ist es aber gar nicht und ich werde euch umgehend erklären, was es damit auf sich hat.

Die Geschichte hinter diesem Buch, welches es bereits seit zwanzig Jahren weltweit zu kaufen gibt und der darin enthaltene Quilt sind so einzigartig, dass ich euch gern ein wenig davon erzählen möchte. Die Rede ist von "Dear Jane", einem Buch von Brenda Manges Papadakis. Das Buch trägt den Untertitel, "The Two Hundred Twenty- Five Patterns from the 1863 Jane A. Stickle Quilt" - die zweihundertfünfundzwanzig Muster des Quilts von Jane A. Stickle aus dem Jahr 1863. Ein Foto des Originals und zusätzliche Informationen findet ihr HIER.

ein "Baby Jane" auf der H+H Cologne

Ja, ganze 225 unterschiedliche Blöcke umfasst dieser weltberühmte Quilt, den Jane A. Stickle in der Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges von Hand genäht hat. Für jeweils sechs Wochen im Jahr kann er im Bennington Museum, Vermont, USA bewundert werden. Brenda Manges Papadakis, die Authorin des "Dear Jane"- Buches, durfte die Muster des Originals im Museum abzeichnen und veröffentlichte sämtliche Vorlagen zum Nähen des Quiltes in ihrem Buch. Der Name "Dear Jane" ist dabei allein dem Original vorbehalten. Alle von ihm inspirierten Quilts werden "Baby Jane" genannt oder bekommen einen eigenen Namen.

"Dear Jane" misst 80 Inch x 80 Inch, das entspricht 203 cm x 203 cm.
Dabei besteht er aus 169 Blöcken zu je 4,5 Inch x 4,5 Inch (11,4 cm x 11,4 cm Fertigmaß),
sowie 52 Dreiecken und 4 Eckstücken, welche den äußeren Rahmen bilden.
Insgesamt entspricht dies sage und schreibe 5602 Einzelteilen.

So viel zur Statistik und allein die Zahlen lassen einen ja beinahe ehrfürchtig erstarren *oder weg rennen*. Nun aber zur Technik und da wird es wieder spannend! Denn das Nähen diesen Quilts erfordert so viele verschiendene Methoden und Nähtechniken, dass die Fertigstellung eines "Baby Jane" beinahe dem Absolvieren eines Meisterbriefes gleich kommt. Hat man diesen Quilt einmal genäht, kann einen vermutlich nichts mehr so leicht erschrecken *lach* ganz gleich, ob wir hier von Arbeitsaufwand oder Arbeitsweise reden. So hörte und las ich es immer wieder. Erfasst von der Magie des Buches habe ich es mir vor zwei Jahren gekauft. Es wieder und wieder durchgeblättert, die Vielfältigkeit der Blöcke bewundert, einigen Patchwork- Bloggerinnen beim Nähen zugesehen und unzählig wunderschöne Bilder vollendeter Baby Janes bestaunt.


Im Herbst 2015 fiel der Startschuss zu meinem "Jane and me" Projekt. Mit einer fröhlich bunten Mischung der "Daysail" Kollektion von Bonnie and Camille habe ich mich ans Werk gemacht. Jetzt kommen wir zu dem Punkt mit dem zerschnittenen Buch *lach*. Denn die Vorlagen sind zwar in Originalgröße im Buch abgebildet, durch die Bindung aber leider so dicht an den Rand gerutscht, dass weder abpausen noch kopieren leicht und vernünftig möglich waren. Deswegen habe ich den Buchrücken kurzerhand abgeschnitten und die einzelnen Seiten in Klarsichthüllen abgeheftet. Diesen Spaß hätte ich mir durch den Kauf von Buch inklusive CD durchaus ersparen können ... aber gut.


Sonderlich weit bin ich bisher leider noch nicht gekommen ... das Projekt hat sich zwischen vielen Anderen und dem Leben eben verloren. Doch da ich es nicht als U.F.O. (unfinshed object) enden lassen möchte, gehe ich es hiermit noch einmal an. Ich möchte diesen Quilt nähen. Mir hierfür einen festen Zeitplan zu setzen, davor schrecke ich weiterhin zurück. Aber womöglich hilft es ja auch, meinen Ordner für die fertigen Blöcke gar nicht so weit weg zu räumen, sondern einfach auf dem Nähtisch und somit im Blickfeld liegen zu lassen ...


Auf www.dearjane.com und www.thatquilt.blogspot.de finden sich Tutorials und Tipps zum Nähen eines jeden Blockes. Mit der zweiten Adresse und somit den Anleitungen von Anina komme ich dabei besser zurecht. Aber das mag ebenso persönliche Eigenart sein wie der Wunsch, eines Tages meine eigene Dear Jane Interpretation in den Händen zu halten.

Wie ist es mit euch ihr Lieben, was steht auf eurer Lieblings- Nählektüren- Liste ganz oben?
 Verratet es mir gern in den Kommentaren ♥ Ich bin gespannt und freu mich drauf!

Nadra hat euch gestern ihren Buchtipp veraten,
morgen dürft ihr bei Verena ins Bücherregal luschern, 
KatharinaAndrea und Dorthe erzählen euch in den darauf folgenden Tagen mehr.


Ich danke euch derweil für euren Besuch bei mir,
wünsche euch allen einen glücklichschönen Tag und sage bis bald,
eure Gesine







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Stoffauswahl mit freundlich- kompetenter Unterstützung vom lille Stofhus *Material gesponsert*
"Daysail" von Bonnie & Camille für Moda Fabrics und creme- natur farbenem Free Spirit Solid
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Das Buch "Dear Jane" ist bei EZ Quilting by Simplicity erschienen, mein Exemplar stammt von hier.
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Online- Informationen finden sich auf  www.dearjane.com oder www.thatquilt.blogspot.de
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Dienstag, 11. Juli 2017

Blumenkleider

Hallo ihr Lieben! ♥ Ich freue mich sehr über euren Besuch und möchte mich gleich als Erstes von ganzem Herzen bei euch bedanken! ♥ Ich bin absolut begeistert von eurer Begeisterung! Vielen lieben Dank dafür. ♥ Das der "English- Paper- Piecing- Virus" in diesem Jahr so vielfältig um sich greift, erfreut mich als langjährig daran "Erkrankte" in besonderem Maße. *hihi* Es verspricht ein bunter und wundervoller Sommer unter dem Motto "Nähen verbindet" zu werden!


Und habe ich euch in meinem letzten Blogeintrag mein Sommerprojekt #1 und unsere ersten Allie and the Dude Lineale vorgestellt, so gibt es heute wieder etwas Kleidsames von mir zu sehen.

Mit dem Klimperkleinen Blumenkleid habe ich euch ja neulich schon die erste Stoffschönheit der neuen "Cherry Picking loves to paint" Kollektion vorgestellt, heute folgen weitere Designs dieser Serie aquarell gemalter Blumen.


Den Anfang machen dieser La Jazida Blazer von Schnittgeflüster und mein Mira Kleid nach Pattydoo. Der angenehm weiche Modalsweat eignet sich für beide ganz hervorragend.


Und genau, dieses Kleid habt ihr schon auf meinen H+H Fotos gesehen.


Aber jetzt kommt´s! JaaHaa! Ich kann auch ROT! *lach*
Guuut ... ookaay ... mit blauer Weste dann eben.


Dieses Kleid ist eine Frau Fannie von Schnittreif
 und dazu eine La Weste von pedilu.


Aber HA! Hier kommt in Form einer passenden Tasche noch eine ganz andere Farbe ins Spiel, denn die gesamte "Cherry Picking loves to paint" Kollektion umfasst immerhin 24 verschiedene Designs.


Schnitt: Reversible Mini Beach Bag von Hamburger Liebe mit angesetzten Taschengriffen.



Mit diesen bunten Bildern sende ich euch viele liebe Grüße
und freue mich auf all eure bunten Bilder!

Was steht bei euch auf dem Programm?


http://allie-and-me-design.blogspot.de/2017/06/sommerprojekt-1-english-paper-piecing.html


Beim nächsten Mal bin ich dann wieder mit English Paper Piecing dabei,
da freu ich mich jetzt schon riesig drauf!

Also denn, bis dahin, genießt euren Sommer und passt gut auf euch auf,

eure Gesine


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Alle Stoffe wurden mir kostenlos von Swafing zur Verfügung gestellt und sind ab sofort im Handel erhältlich. ♥ Verlinkt wird heute beim Creadienstag, den Dienstagsdingen und Handmade on Tuesday

Dienstag, 27. Juni 2017

Sommerprojekt #1 ♥ English Paper Piecing ♥ Nähst du mit?

Alle Jahre wieder ... wenn das Wetter regelrecht zum Draußensein einlädt und es gilt, die wunderschöne Sommerzeit in vollen Zügen zu genießen ... überkommt es mich und ich brauche unbedingt ein neues English Paper Piecing Projekt! *lach*  Die Nähmaschine darf sich dann auch gern mal drinnen ausruhen und ich suche mir ein Projekt, welches ich ohne große Umstände überall mit hinnehmen kann.


Klar könnte ich *vielleicht* auch einfach mal still halten *hehe* aber ich finde das Nähen von Hand durchaus sehr entspannend. Von den acht "Sew Together Bags" die ich bisher genäht habe, ist tatsächlich Eine bei mir geblieben und sie beherbergt alles, was ich für mein neues English Paper Piecing (EPP) Projekt brauche.

Doch ein entscheidenter Punkt ist in diesem Jahr anders und darüber freue ich mich RIESIG! 

Bereits zu Anfang diesen Jahres habe ich euch den Mann, der das Unmögliche möglich macht, vorgestellt. Tja, und was soll ich sagen ... unsere Freundschaft und Zusammenarbeit hat auch dieses Projekt, so wie ich es euch heute vorstellen und präsentieren darf, erst ermöglicht.


Aus meiner Idee eines neuen Sommerprojektes wurde mit ihm gemeinsam eine neue Produktlinie für English Paper Piecing Lineale unter unserem gemeinsamen Label Allie and the Dude.

Bereits seit einigen Jahren nähe ich nun liebend gern nach der Technik des English Paper Piecing aber solche Lineale haben mir bis hier hin immer gefehlt! Und ich verrate euch freilich auch umgehend warum das so ist.

Mich begeistert das sogenannte "Fussy Cutting", also das spielerische in Szene setzen genau ausgewählter Musterausschnitte des Stoffes, total! Und nie zuvor habe ich das so exakt und beliebig oft in gleicher Weise wiederholbar hinbekommen, wie mit diesen Acryllinealen. Die daraus neu entstehenden Muster sind faszinierend wie bunte Kaleidoskope und der Weg dahin ein entspannter Spaziergang.


Und auch die Reste der allerliebsten Stoffschätzchen kommen so leicht noch einmal zu neuem Glanz und ins Rampenlicht, wo sie hingehören.

Selbstverständlich gilt auch hier und wie so oft, dass jeder seine eigene Sicht auf die Dinge hat. Dies ist meine. Es ist ein Weg von vielen und ich lade euch herzlich dazu ein, ein paar Schritte mit mir gemeinsam zu gehen. Ich möchte euch gern zeigen, was der Clou an diesen Linealen ist, wie ich sie benutze und das EPP - Nähen handhabe. Dabei freue ich mich über jeden, der gern mitnähen mag, denn gemeinsam macht das Nähen doch immer noch am meisten Spaß! ♥


Für diesen Auftakt unseres Sommerprojektes habe ich das Tula Pink Fat Quarter Bündel ausgewählt, welches ich zusammen mit Philipp auf der H+H erstanden habe, kurz bevor das oben gezeigte Foto von uns entstanden ist.

Und eröffnen darf die fröhliche Runde der English Paper Piecing Lineale heute ein absoluter Klassiker! Bevor sich beim nächsten Mal ein Sommer- Muster, welches sich aus mehreren Formen zusammensetzt, anschließt.


Klar, ist mit DEM allseits beliebten Klassiker schlechthin die Form des HEXAGON gemeint! Und handelt es sich dabei auch um eine einfache Grundform, so ergeben sich daraus doch schier unendliche Gestaltungsmöglichkeiten. Wer in Gedanken jetzt bereits zu den Farbstiften greift, der findet HIER direkt die passenden Ausmalblätter, um seiner Kreativität freien Lauf  zu lassen.

Die Hexagon EPP Lineale gibt es in drei verschiedenen Größen: mit 3/4 Inch, 1 Inch und 1,5 Inch Kantenlänge. Sie alle sind aus 3 mm dickem gelben Acrylglas hergestellt und mit einer Lasergravur versehen, die sich im Gegensatz zu Aufdrucken ganz bestimmt nicht abnutzt.


Durch das Acrylglas hindurch lässt sich jeder beliebige Musterausschnitt sehr genau auswählen und festlegen.


Die Lineale enthalten bereits eine Nahtzugabe von 3/8 Inch, sodass der Zuschnitt mit dem Rollschneider direkt an den Außenkanten entlang erfolgen kann. Rechtshänder halten hierfür das Lineal mit der linken Hand fest (leichter Druck nach unten zur Schneidematte) und führen mit der rechten Hand den Rollschneider. Bei Linkshändern ist es vermutlich genau anders herum. Eine drehbare Schneidematte ist hierfür recht schön aber keine Grundvoraussetzung.


Jedem Lineal liegen 50 fertige Papierschablonen bei und mit der Aussparung im Lineal lassen sich neue Schablonen kinderleicht selbst zeichnen.


Die Außenkante der Aussparung im Lineal entspricht der späteren Außenkante des fertig genähten Hexagons. An dieser Außenkante entlang könnt ihr mit jedem beliebigen Stift zeichnen, um eigene Schablonen herzustellen.


Stoffzuschnitte, Papierschablonen ... schon ist beinahe alles zusammen was ihr braucht, um euer Hand- Näh- Projekt überall mit hinnehmen zu können. Sei es, um die Wartezeit während des Schwimmtrainings der Kinder zu überbrücken, auf der Autofahrt in den Urlaub oder einfach als Freizeitbeschäftigung draußen im Freien.


Was euch jetzt noch fehlt, sind eigentlich nur noch Nadel und Faden, eine kleine Schere und Wonder Clips. Hier noch eine kleine Erläuterung dazu:

Zum Heften der Hexagone benötigt ihr:

♦ Reihgarn oder einfaches Baumwollgarn
Der Vorteil vom Reihgarn ist, dass der Faden etwas lockerer gedreht und damit etwas rauher ist. Somit rutscht er nicht so leicht zurück. Bei besonders feinen Stoffen verwende ich hingegen lieber ein einfaches, vergleichsweise dünneres Baumwollgarn, weil es in diesem Fall keine "Löcher" hinterlässt.

und/ oder

♦ einen Klebestift
Speziell aus dem Patchworkbedarf gibt es hierfür wasserlöslichen Klebestift (z.B. Sewline). Im Urlaub habe ich mir allerdings auch schon einmal mit einem aus der Schreibwarenabteilung ausgeholfen (z.B. Pritt).

♦ Wonder Clips und/ oder Stecknadeln


und darüber hinaus: 

♦ farblich passendes Garn und eine dünne Nadel, um die Hexagone (nach dem Heften oder Kleben) zusammen zu nähen. Dass die Nadel möglichst dünn ist, ist hierbei enorm wichtig, damit die Stiche später auf der Vorderseite nicht sichtbar sind. (Und genau an dieser Stelle lag bisher oft das Problem, wenn mich Nachfragen zu dieser Nähtechnik erreicht haben.)

♦ Wonder Clips
♦ Lieblingsmusik, ein kühles Getränk ...  oder was auch immer euch gut tut ♥

Und los geht´s!

Die Papierschablone wird mittig auf die linke Seite des Stoffzuschnittes gelegt. Etwas Kleber zwischen beiden Hexagonen kann sie dort sichern. Die Nahtzugabe einer Kante wird um die Papierschablonenkante gelegt. Ein Wonder Clip hält sie dort in Position.
Ich benutze gern zwei gegenüber liegende Wonder Clips, denn so kann während des Umnähens der Schablone auf der einen Seite, eben diese nicht einfach zur anderen Seite weg rutschen.


Nach der ersten umgeschlagenen Nahtzugabe folgt die Zweite (gegen den Uhrzeigersinn). Durch die Papierstärke der Schablonen lässt sich die Schablonenkante unter dem Stoff sehr gut fühlen. Die überlappenden Nahtzugaben der beiden Stoffkanten werden auf der Rückseite zusammen gefaltet und genäht. Hierfür die Nadel knapp neben der Umschlagkante in die erste Nahtzugabe einstechen (nicht ins Papier) und durch die Zweite wieder austreten lassen.


Diese Schlinge wiederholen und die Ecke ist gesichert. Auf geht es zur Nächsten und dort nach gleichem Prinzip weiter.


Bei den Wonderclips angekommen, werden sie entfernt. Die Papierschablonen haben so eine schöne Stabilität, dass auch bei der 1,5 Inch Kantenlänge keine Zwischenstiche durch die Schablone hindurch nötig sind. Diese Heftnaht hält zuverlässig den Stoff um das Papier.


An der letzten Ecke angekommen wird die Nadel zum Abschluss durch den letzten Umschlag gestochen und der Faden lediglich abgeschnitten. Hier bitte nicht verknoten oder ähnliches, da dieser Heftfaden nach dem Zusammennähen wieder entfernt wird.


TaaaDaaa!

Das erste Hexagon ist fertig, nun sind alle Weiteren auf die gleiche Art und Weise an der Reihe. Wer das Heften nicht mag, kann die Nahtzugaben ebenso gut umschlagen und dann mit dem Klebestift fixieren. Das geht sicher schneller, jedoch fällt mir dann das nun folgende Zusammennähen schwerer.

Wenn ich eine bestimmte Musteranordnung geplant habe, lege ich die Einzelteile auch direkt so vor mich hin, um nicht in Tüddel zu kommen. Unterwegs würde ich zusammengehörige Hexagone einfach mit einem Wonder Clip zusammen und somit "Ordnung" halten.


Sind alle Einzelteile des gewünschten Ganzen vorbereitet, geht es also ans Zusammennähen. Wer möchte, bügelt noch einmal kurz ... Nadel und Wonder Clips liegen noch bereit ... und dann kommt das farblich passende Garn ins Spiel. Auch diese Schritte möchte ich euch gern kurz zeigen.


Zwei im Muster nebeneinander liegende Hexagone werden rechts auf rechts gelegt, sodass die Kanten bündig zusammen liegen. Ein Wonder Clip sichert dies zuverlässig. Am Ende des Fadens sitzt ein kleiner Knoten, die Nadel wird genau in die Ecke und durch beide Hexagone eingestochen. Dabei trifft die Nadel lediglich die Stoffkante des Umschlages, nicht jedoch die Papierschablone. Je feiner und kleiner diese Stiche sind, desto weniger wird man sie später von der Vorderseite sehen können. 


So näht man fröhlich die gesamte Kante entlang.


Und danach ebenso alle weiteren Kanten. Um eine Blume wie diese hier zu nähen, kann man laut Nummerierung der Skizze vorgehen.


Schon ist die erste Hexagon Blume fertig.


Wie viele ihr davon näht, wie groß euer Werk wird und vor allen Dingen, WAS daraus entstehen soll, obliegt ganz und gar eurer Kreativität. Aus meiner Tula Pink Blume soll einmal ein Kissen werden, wenn sie groß ist. Deswegen bleiben Heftfäden und Papierschablonen vorerst drin. Wenn euer EPP Projekt die gewünschte Größe erreicht hat und zur Weiterverarbeitung bereit ist, bügelt es noch einmal komplett und entfernt danach Fäden und Schablonen (welche ihr selbstverständlich wiederverwenden könnt).


Nachdem ich hierfür das 1,5 Inch Hexagon Lineal verwendet habe, wollte ich unbedingt eine weitere Blume aus 1 Inch großen Hexis nähen. Diese wiederum aus den traumhaft schönen "Happy Flowers" Stoffen der lieben Sandra @lilalotta und mit einer etwas untypischen Mitte. Denn hier ist die Mitte wieder ein 1,5 Inch Hexi. 


Daraus soll allerdings mal eine Tasche werden! *lach* Wie heißt es doch so schön? - "Entdecke die Möglichkeiten". Genau dabei wünsche ich euch ganz viel Spaß und Freude! ♥

Und apropos Möglichkeiten ... wie bereits gesagt, ist die hier beschriebene Vorgehensweise lediglich meine Technik, so wie sie für mich gut funktioniert. Auch Katharina @greenfietsen beschäftigt sich gerade mit dem derzeit absolut angesagten English Paper Piecing.


Was ist mit euch? Wie sehen eure Pläne für diesen Sommer aus?
♥ 
So oder so oder noch ganz anders ... ich wünsche euch allen eine wunderschöne Zeit!
Herzlichst, eure Gesine




P.S.: HIER gibt ein ein kleines Hexagon Nadelkissen Tutorial von mir ... zum warm werden vielleicht?
Und bis zum 30.6. läuft HIER noch die große Sulky- Verlosung zur Halbzeit des 6 Köpfe 12 Blöcke Quilt Along!
♦ Allie and the Dude Hexagon EPP Lineale mit 3/4 Inch, 1 Inch und 1,5 Inch Kantenlänge, 100% made in Germany